Zahlreiche Hausarzt- und Facharztpraxen bleiben bundesweit zwischen den Jahren geschlossen.
Zahlreiche Hausarzt- und Facharztpraxen bleiben bundesweit zwischen den Jahren geschlossen. Die Forderungen der niedergelassenen �rzte nach mehr Geld st��t jedoch auf Ablehnung.Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen die Forderung der niedergelassenen �rzte nach mehr Geld ab. Die Vorstandschefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit Blick auf die laufenden Protestaktionen verschiedener �rzteverb�nde, die Brutto-Reinertr�ge der niedergelassenen �rzte seien in den vergangenen Jahren im bundesweiten Durchschnitt gestiegen. "Au�erdem muss deutlich gesagt werden: Was �rzte oder Apotheker mehr bekommen wollen, m�ssen die Supermarktkassiererin und der Lkw-Fahrer mit ihren Krankenkassenbeitr�gen finanzieren", sagte Pfeiffer. Auch sie litten unter den gestiegenen Preisen. Geschlossenen PraxenPfeiffer wandte sich auch gegen weitere Finanzhilfen f�r die Kliniken. "Es kann doch nicht sein, dass die Beitragszahlenden zus�tzliches Geld in ein Kliniksystem pumpen, in dem 30 bis 40 Prozent der Betten dauerhaft leer stehen", sagte sie. Es mache keinen Sinn, jetzt noch Kliniken zu st�tzen, die am Ende niemand mehr f�r eine gute Patientenversorgung brauche. "Das Prinzip der F�rderung mit der Gie�kanne muss ein Ende haben. Es ist auch genug Geld im System." �rzteverb�nde haben dazu aufgerufen, Hausarzt- und Facharztpraxen bundesweit zwischen den Jahren geschlossen zu halten. Die noch bis Freitag geplante Aktion ist Teil der Kampagne "Praxis in Not", die von mehr als 20 Verb�nden unterst�tzt wird. Der Virchowbund der niedergelassenen �rztinnen und �rzte konnte am Mittwoch keine Angaben zur Zahl der beteiligten Praxen machen, weil der Streik dezentral organisiert werde. Man rechne aber mit bundesweit mehreren Zehntausend geschlossenen Praxen, erkl�rte eine Sprecherin. Die Praxen waren dazu aufgerufen worden, ihre Patienten �ber die Schlie�ung zu informieren, auf den �rztlichen Bereitschaftsdienst zu verweisen und f�r Vertretung f�r Notf�lle zu sorgen.Kein Verst�ndnis von LauterbachBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zeigt kein Verst�ndnis f�r Forderungen der niedergelassenen �rzte. "Die Forderung nach mehr Geld halte ich nicht f�r begr�ndet", sagte er in der ZDF-Sendung "heute journal update". "Au�er in der Schweiz wird nat�rlich in Europa in den Praxen nirgendwo so gut verdient wie in Deutschland. Die Spielr�ume f�r Honorarzuw�chse, die sehe ich nicht." Er verstehe nicht, weshalb gestreikt werde. Es gebe eine "riesige Krankheitswelle" in der Bev�lkerung. "Die Forderungen der �rzte nach mehr Geld sind auch bekannt. Der Streik bringt �berhaupt nichts nach vorne."Lauterbach will sich mit den Haus�rzten im Januar zu einem Krisengipfel treffen, um �ber die beklagte �berlastung und die B�rokratie in den Praxen zu beraten. "Die Praxen brauchen bessere Arbeitsbedingungen, brauchen weniger B�rokratie. Das Geld muss auch gerechter verteilt werden", sagte er im ZDF. "Aber einfach mehr Geld in ein System zu sch�tten wie in der Vergangenheit - was nicht wirklich gut funktioniert - diese L�sung haben wir einfach zu oft praktiziert. Die wird nicht im Vordergrund stehen."
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